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Das Materialspektrum für Heißpräge- und Folienschneidemaschinen hat sich erweitert: von PET bis hin zu biobasierten Folien

Schlitztechnik3. Juni 20260

In der Heißpräge- und Verpackungsindustrie ist Heißprägefolie ein zentrales Verbrauchsmaterial, dessen Schnittqualität die nachfolgenden Prägeergebnisse maßgeblich beeinflusst. Traditionelle Schneidemaschinen basieren seit Langem auf PET-Folie (Polyethylenterephthalat). PET gilt aufgrund seiner hervorragenden Zugfestigkeit, Temperaturbeständigkeit und Dimensionsstabilität als Goldstandard für Heißprägefolienträger. Angesichts globaler Nachhaltigkeitsstrategien und immer strengerer Umweltauflagen gewinnen biobasierte Folien (wie PLA (Polymilchsäure), PHA (Polyhydroxyalkinsäureester) und Folien auf Zellulosebasis) jedoch zunehmend an Bedeutung auf dem Markt für Heißprägematerialien. Diese Entwicklung stellt Schneidemaschinen vor völlig neue Herausforderungen und hat technologische Innovationen angestoßen, die das Spektrum der für Heißprägefolien-Schneidemaschinen verwendeten Materialien erweitern.

The range of materials for hot stamping foil slitting machines has expanded: from PET to bio-based films

1. Wesentliche Unterschiede zwischen PET- und biobasierten Folien

EigenschaftenPET-FolieBiobasierte Folien (typischerweise aus PLA)
Zugmodul~2000–3000 MPa
Dehnung beim Bruch50–150%3–10%
Thermische Verformungstemperatur~80°C~55°C (Wird leicht weich)
Oberflächenbenetzungsspannung40–42 mN/m32–38 mN/m
Statische TendenzDurchschnittRelativ hoch
AbbaubarkeitNicht abbaubarKompostierbar/biologisch abbaubar

Biobasierte Folien sind im Allgemeinen spröder, weicher, weniger hitzebeständig und anfällig für Verformungen durch statische Aufladung und Feuchtigkeitsaufnahme. Werden herkömmliche, speziell für PET entwickelte Schneidemaschinen direkt eingesetzt, können Probleme wie Kantengrate, Kratzer auf der Folienoberfläche und Spannungsschwankungen, die zu Dehnung oder sogar Bruch führen, auftreten.

The range of materials for hot stamping foil slitting machines has expanded: from PET to bio-based films

2. Technischer Weg zur Erweiterung des Anpassungsbereichs von Schneidemaschinen

Um die Kompatibilität mit PET- und biobasierten Folien zu gewährleisten und sogar einen schnellen Wechsel zu ermöglichen, wurden moderne Heißprägefolienschneidemaschinen systematisch in den folgenden fünf Bereichen optimiert:

1. Präzisions-Spannungsregelungssystem

◦ Es wird eine Servospannungsregelung mit geschlossenem Regelkreis eingesetzt, wobei trägheitsarme Tanzwalzen und Spannungssensoren Echtzeit-Feedback liefern, um die Folienspannung während des Hochgeschwindigkeitsschneidens konstant niedrig zu halten (z. B. von 150 N/m bei PET auf 50–80 N/m bei biobasierten Folien).

◦ Einführung segmentierter Spannungseinstellungen: unabhängige Steuerung von Abwickeln, Ziehen und Aufwickeln, um ein Einschnüren oder Reißen von biobasierten Folien aufgrund lokaler Überdehnung zu verhindern.

2. Verbesserte Flexibilität des Werkzeugsystems

◦ Das Schneiden mit kreisförmigen Klingen ersetzt die herkömmlichen Kompressionsschneidklingen: Das Scheren mit kreisförmigen Klingen führt zu einer geringeren Scherspannung, eignet sich für spröde biobasierte Folien und reduziert Kantenrisse.

◦ Werkzeugmaterialien verwenden ultraharte Beschichtungen (wie z. B. diamantähnliches DLC), um den Reibungskoeffizienten zu reduzieren und ein thermisches Schmelzen oder Pilling aufgrund übermäßiger Reibung in biobasierten Filmen zu verhindern.

◦ Automatische Klingenspaltanpassung: Passt die Überlappung zwischen oberer und unterer Klinge sowie den Seitendruck an die Filmdicke und Härte an und erreicht so ein Schneiden ohne Druckverlust.

3. Reibungsarme Führungsrolle und antistatische Lösung

◦ Der gesamte Durchgang ist mit Führungsrollen aus Keramik oder Kohlenstofffasern mit einer Oberflächenrauheit von Ra≤0,05μm ausgestattet, um Kratzer auf der Oberfläche biobasierter Filme zu vermeiden.

◦ Aktive statische Entladung: Der duale Ansatz aus Hochfrequenz-Ionen-Luftstab und statischer Kontaktbürste beseitigt Adsorptions- und Überlappungsprobleme beim Schneiden, die durch hohe statische Elektrizität in biobasierten Folien verursacht werden.

4. Adaptive Temperatur- und Feuchtigkeitsregulierung

◦ Um den Feuchtigkeitsaufnahme- und Ausdehnungseigenschaften von biobasierten Folien entgegenzuwirken, kann die Schneidemaschine optional mit einer lokalen Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung (relative Luftfeuchtigkeit geregelt bei 45±5%, Temperatur 20–25°C) ausgestattet werden, um Dimensionsänderungen während des Schneidens zu reduzieren.

◦ Lokale Kühlung im Schneidbereich (Kaltluftmesser oder Mikrotröpfchenkühlung) verhindert Hochgeschwindigkeitsschneiden und einen Temperaturanstieg, der biobasierte Folien erweichen und daran haften bleiben könnte.

5. Intelligente Formeln und selbstlernende Algorithmen

◦ Das Gerät verfügt über eine integrierte Materialdatenbank, in der die optimale Kombination aus Zug-, Geschwindigkeits- und Werkzeugparametern für PET und verschiedene biobasierte Folien gespeichert ist.

◦ Selbstlernende KI: Beim Materialwechsel müssen die Bediener lediglich den Material-QR-Code scannen. Das System ruft dann automatisch die Parameter ab und optimiert sie, wodurch ein stabiles und adaptives Schneiden auf einer Länge von 50 Metern erreicht wird.

The range of materials for hot stamping foil slitting machines has expanded: from PET to bio-based films

3. Typische Anwendungsfälle und Auswirkungen

Nachdem ein europäischer Folienhersteller seine Produktion von reiner PET-Folie auf eine Mischung aus 30 % PLA-Folie umgestellt hatte, stieg die Ausschussrate der ursprünglichen Schneidemaschine von 2 % auf 14 %. Nach der Einführung einer neuen, vielseitig einsetzbaren Schneidemaschine (ausgestattet mit der oben genannten Technologie) ergeben sich folgende Ergebnisse:

• Schnittgeschwindigkeit:Die ursprüngliche Geschwindigkeit von 250 m/min wird beibehalten, jedoch wird die Geschwindigkeit bei spröder PLA-Folie nur um 15 % reduziert.

• AusschussquoteDie Ausschussquote der LA-Basisfolie sank auf 3,2 %, wodurch sich der Abstand zur PET-Folie (1,8 %) deutlich verringerte.

• SchaltzeitDie Schaltzeit von :P ET↔ biobasierten Dünnschichten wurde von 45 Minuten auf 8 Minuten reduziert.

• HeißprägeprüfungNach dem Zuschnitt wurde bei der Kantenglätte der biobasierten Heißprägefolie beim Kartonprägen eine Übereinstimmungsrate von 99,3 % erreicht, ohne dass ein statistisch signifikanter Unterschied zu herkömmlichen PET-Trägerfolien festgestellt wurde.

IV. Zukunftsaussichten: Von der „Erweiterung“ zur „Universalität“

Mit dem Aufkommen von biobasierten Folien der zweiten Generation (wie modifiziertem PLA und PEF-Polyfuranglykolester) und biobasierten, fossilbasierten Mischfolien werden sich Schneidemaschinen weiter in Richtung allgemeiner Intelligenz entwickeln:

• Digitaler Zwilling der MaterialienEchtzeitidentifizierung von Filmtypen und Prozessanpassungen durch Online-Infrarotspektroskopie und Mikro-Zugversuche.

• Zero-Waste-SchlitzenBei kompostierbaren, biobasierten Folien werden die Verschnittreste direkt mit Abbau- und Wiederverwendungseinheiten verbunden, wodurch eine geschlossene Kreislaufwirtschaft in der grünen Produktion erreicht wird.

• Modularer Turm:Schneller Austausch von lasergestützten oder Ultraschall-Schneidmodulen, wodurch mechanische Scherspannungen grundlegend eliminiert und die Schneidemaschine in eine wahrhaft "materialfreie" flexible Plattform verwandelt wird.

Abschluss

Von PET bis hin zu biobasierten Folien durchlaufen Heißprägefolienschneidemaschinen einen tiefgreifenden technologischen Wandel, der durch eine Materialrevolution vorangetrieben wird. Es handelt sich dabei nicht nur um eine einfache Anpassung von Werkzeugen und Spannung, sondern um eine innovative Verschmelzung von mechanischer Konstruktion, Steuerungsalgorithmen, Materialwissenschaft und Umweltschutzkonzepten. Wenn Schneidemaschinen nicht mehr durch „einen einzigen Materialtyp“ definiert werden, sondern adaptive Systeme auf Basis physikalischer Eigenschaften bilden, wird die gesamte Heißprägeverpackungsindustrie reibungslos in eine nachhaltige Zukunft übergehen.